Blumenzwiebeln pflanzen - Diese 3 Dinge sollten Sie beachten

Viele beliebte Frühlings- und Herbstblumen gehören zu den Knollen- und Zwiebelgewächsen. Schneeglöckchen, Narzissen, Tulpen, Blumenlauch, Dahlien, Gladiolen oder Montbretien sind nur wenige Beispiele für beliebte Blumenzwiebelpflanzen. Binnen Wochen oder weniger Monate treiben sie aus ihrem Wurzelorgan zur Blüte, sammeln Kraft und verschwinden auch schon wieder. Bei Blumenzwiebeln unterscheidet man zwischen frühjahrs- und herbstblühenden Arten. Entsprechend ihrer Blütezeit findet versetzt im Frühjahr oder Herbst die Pflanzung der Blumenzwiebeln statt. 

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Blumenzwiebeln zu pflanzen?
    • Die Pflanzung von Blumenzwiebeln erfolgt jahreszeitlich entgegengesetzt der Blütezeit. Frühjahrsblühende Zwiebeln werden im Herbst und herbstblühende im Frühjahr gepflanzt.
  2. Welcher Standort eignet sich, um Blumenzwiebeln zu pflanzen?
    • Die meisten gängigen Blumenzwiebelpflanzen kommen an normalen Standorten im Garten gut klar.
  3. Welchen Pflanzabstand und welche Pflanztiefe sollten beim Pflanzen beachtet werden?
    • Der Abstand und die Pflanztiefe variieren bei den einzelnen Zwiebelgewächsen, je nachdem wie groß das Wurzelorgan und der spätere Wuchs ist.

 

Schritt 1: Welcher Zeitpunkt eignet sich, um Blumenzwiebeln zu pflanzen?

Bei den Blumenzwiebelpflanzen gibt es frühjahrsblühende Arten, die im Frühling blühen, grünen und wachsen. Spätestens zum Sommer ziehen sie sich zurück und ruhen bis zum folgenden Frühjahr. Zu ihnen gehören viele bekannte Frühjahrsblüher, beispielsweise Tulpen, Narzissen, Schneeglöckchen oder Hyazinthen. Damit ihre Blüte pünktlich zum Frühlingsbeginn erscheint, werden sie im Herbst des Vorjahres eingepflanzt. Die Pflanzung sollte bis spätestens November abgeschlossen sein.

Zeitlich versetzt werden sommer- und herbstblühende Knollen und Zwiebeln im Frühling bzw. spätestens im Frühsommer gepflanzt. Dahlien, Gladiolen, Herbstkrokusse, Herbstzeitlose oder Lilien schätzen die meisten Gärtner als wertvolle Bereicherung im sommerlichen oder herbstlichen Blumenbeet. Für frostempfindliche Zwiebelpflanzen gilt, dass sie erst nach der letzten Frostgefahr ab Mitte Mai ausgepflanzt werden. Wer es nicht erwarten kann, zieht diese Blumenzwiebeln im Gewächshaus vor. 

 

Schritt 2: Welcher Standort eignet sich, um Blumenzwiebeln zu pflanzen?

Bevor man mit dem Pflanzen der Blumenzwiebeln beginnt, sucht man nach einem geeigneten Standort. Bis auf Ausnahmen sind die meisten Zwiebelpflanzen sonnenliebend. Leichten Schatten vertragen sie zwar, aber keinen Vollschatten. Beim Boden akzeptiert der Großteil der Zwiebelblumen normale Gartenerde. Sie sollte fruchtbar, gleichmäßig feucht und gut durchlässig sein. Staunässe wird von kaum einem Zwiebelgewächs vertragen, denn Fäulnis am Wurzelorgan ist die Folge.

Blumenzwiebeln lassen sich hervorragend zwischen Gräsern, mit kleineren Stauden oder Bodendeckern kombinieren. Mit einer Grabeschaufel oder einem Zwiebelpflanzer wird ein Pflanzloch ausgehoben. Die Blumenzwiebel wird mit dem Zwiebelboden nach unten und der Knospe bzw. dem Sprosstrieb nach oben hineingelegt. Bei schweren Böden ist es vorteilhaft, wenn auf die Sohle des Pflanzloches eine dünne Drainageschicht aus Sand oder Kies gefüllt wird. Sie sorgt unter der Zwiebel dafür, dass es keinen Nässestau und Fäulnis gibt. Sind Wühlmäuse im Untergrund aktiv, empfiehlt sich dringend ein Zwiebelkorb als Fraßschutz. Anschließend verfüllt man das Pflanzloch und markiert die gepflanzte Stelle mit einem Hinweisschild, farbigem Stein oder einem Holzstöckchen. Diese Markierung dient dazu, die Zwiebel auch in der Ruhephase wiederzufinden und mögliche Beschädigungen beim Graben zu vermeiden. Häufig vergisst man, wohin man die Blumenzwiebel gepflanzt hat und gräbt sie bei Pflegearbeiten versehentlich mit aus. Nach Abschluss der Pflanzarbeiten werden die Blumenzwiebeln angegossen.

Blumenzwiebeln im Topf werden ganz ähnlich behandelt. Bei der Erde wählt man gut durchlässiges Substrat. Idealerweise mischt man Pflanzerde mit Sand oder Tongranulat. Der Topf wird nur soweit gefüllt, dass die Zwiebeln nebeneinander auf der Bodenoberfläche angeordnet werden. Danach wird der Topf mit Substrat verfüllt. Durch die oftmals kurze Vegetationsphase, sollten die Blumenzwiebeln mit Saisonpflanzen kombiniert oder nach dem Zurückziehen herausgenommen und gelagert werden. Der Topf kann danach mit anderen Wechselpflanzen neu bestückt werden.

 

Schritt 3: Pflanzabstand und Pflanztiefe ermitteln

Bei der Pflanzung von Blumenzwiebeln und Knollen müssen natürlich ein Pflanzabstand und eine Pflanztiefe berücksichtigt werden. Die Wuchsbreitet entscheidet über den notwendigen Pflanzabstand. Die meisten Zwiebelgewächse haben einen schmalen Wuchs, sodass man sie wenige Zentimeter auseinander pflanzen kann. Dahlien sind dahingehend eine Ausnahme, da sie einen breitbuschigen Wuchs entwickeln. Für sie rechnet man etwa die halbe Wuchshöhe als Pflanzabstand.

Eine bewährte Faustformel für die Pflanztiefe besagt, dass die Zwiebeln mit doppelt so viel Erde bedeckt werden, wie die Blumenzwiebel hoch ist. Als Rechenbeispiel werden Zwiebeln mit 5 cm Höhe in ein 15 cm tiefes Pflanzloch gesteckt und mit 10 cm Erde überschüttet. 

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