Gartenarbeiten im Juni

Die Mühen der letzten Monate zeigen ihre Blüten und Früchte. Die arbeitsreiche Frühjahrszeit neigt sich langsam dem Ende entgegen und die erholsame Ferienzeit rückt so langsam ins Blickfeld. Trotz aufkommender Urlaubsfreude stehen auch Gartenarbeiten im Juni an.

Samenunkräuter bekämpfen

Obwohl die Unkrautbekämpfung zu den regelmäßigen Gartenarbeiten zählt, vergisst man gern abseits gelegene Stellen im Garten. Auf Erdhaufen oder Baumscheiben breiten sich fast unbemerkt Wildkräuter aus. Und das Schlimmste dabei ist, dass sie sich nach ihrer Blüte durch Aussaat selbst verbreiten. Trockenes warmes Wetter beschleunigt diesen Prozess. Besser ist es, wenn Sie den Wildwuchs regelmäßig auch außerhalb der Beete beseitigen.

Mäuseplage vermeiden

Nach zwei milden Wintern klagen nicht nur die Landwirte über eine Mäuseplage, sondern auch jeder Gartenbesitzer kann davon ein Lied singen. Der Garten bietet mit zahlreichen Knollen- und Zwiebelpflanzen ein wahres Paradies für Wühlmäuse. Um dem einigermaßen entgegenzuwirken, gibt es verschiedene Methoden und Präparate. Probieren Sie am Besten unterschiedliche Bekämpfungsmethoden aus, denn nicht jedes Mittel wirkt in jedem Garten gleich.

Brühe und Jauche als Pflanzenschutz

Naturnah gärtnern bedeutet auch, natürlichen Pflanzenschutz einzusetzen. Ein unentbehrlicher Bestandteil des biologischen Pflanzenschutzes sind Brühen und Jauchen. Diese können Sie beispielsweise aus Brennnessel, Schachtelhalm und Beinwell herstellen. Das stärkt die Pflanzen und bekämpft Schädlinge auf natürliche Weise. Brennnessel ist ein bekanntes Hausmittel um Läuse und Spinnmilben zu bekämpfen. Und Schachtelhalm stärkt das Pflanzengewebe und mindert die Gefahr von Mehltau an den Blättern. Wenn Sie keine Brühe oder Jauche selbst ansetzen wollen, so finden Sie alternativ Pflanzenstärkungsmittel im Handel.

Ende der Spargelernte

Zum Johannistag am 24. Juni endet traditionell die jährliche Spargelernte. Denn die ausdauernde Nutzpflanze benötigt bis zum Herbst die Zeit, um Kraft zu sammeln und den Wurzelstock aufzubauen. Weiteres Ernten würde die Pflanze belasten und den Ertrag im Folgejahr mindern.

Kompost als Gemüsehochbeet

Der Kompost benötigt über die Sommermonate Ruhe, damit seine Bestandteile von Mikroorganismen zersetzt werden können. Gleichmäßige Feuchtigkeit im Kompost können Sie erreichen, wenn Sie beispielsweise Kürbis oder Zucchini daneben pflanzen. Die schnellwachsenden Pflanzen bedecken schon in wenigen Wochen den ganzen Kompost und verhindern die Austrocknung an der Oberfläche. Positiver Nebeneffekt ist zudem eine zusätzliche Gemüseernte.

Minzrost entfernen

So robust die meisten Minzen auch sind, werden einige Sorten von Krankheiten und Schädlingen befallen. Neben Mehltau und Minzkäfern setzt auch der Minzrost den aromatischen Kräutern zu. Hierbei handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die sich an der Stängelbasis durch orangerote Wucherungen und Pusteln äußert. Sobald Sie die ersten Symptome erkennen, schneiden Sie die Minze radikal zurück und entsorgen Sie die befallenen Pflanzenteile in der Biotonne. Der neue Austrieb ist in der Regel wieder gesund.

Folgeaussaaten von einjährigen Kräutern

Anis, Basilikum, Kerbel oder Koriander sind beliebte einjährige Küchenkräuter. Durch ihren einjährigen Lebenszyklus sind die Pflanzen nur von kurzer Dauer, sodass sie regelmäßig neu ausgesät werden müssen. Am Besten ist es, wenn Sie die neue Aussaat noch vor der Ernte der bereits herangewachsenen Kräuter vornehmen. So garantieren die Folgesaaten regelmäßige Kräuterernten.

Ernte im Kräutergarten

Im Kräutergarten beginnt im Juni die Ernte von Gewürz- und Heilpflanzen. Die meisten Kräuter haben ausreichend Sonne getankt und stehen kurz vor der Blüte. Damit ist der optimale Erntezeitpunkt angebrochen, denn nun haben sie den höchsten Gehalt an Aromen und wertvollen Inhaltsstoffen. Ernten Sie die Bohnenkraut, Melisse, Salbei oder Thymian noch kurz vor der Blüte und trocknen Sie die Pflanzen zur Konservierung an einem luftigen Ort.

Balkonblüte fördern

Um den Blütenreichtum von Balkonpflanzen zu erhalten, düngen und wässern Sie die Pflanzen regelmäßiges. Ebenso wichtig ist die verblühte Pflanzenteile zu entfernen. Denn der Rückschnitt regt die Pflanze zu neuem Wachstum und neuer Blütenbildung an.

Stauden zurückschneiden

Rittersporn und andere Beetstauden werden nach ihrer Blüte stark zurück geschnitten. Eine leichte Düngung im Anschluss fördert das neue Wachstum. Denn so setzen die mehrjährigen Gartenpflanzen im Herbst zu einer Nachblüte an.

Wuchernde Polsterstauden begrenzen

Polsterstauden sind beliebt im Vordergrund von Blumenbeeten, als Einfassung oder im Steingarten. Schneckenknöterich, Heidenelken oder Polsterthymian sind teils zu wuchsfreudig und verdrängen ihre Nachbarn. Damit ihr Wuchs nicht ausufert, schneiden Sie die wuchskräftigen Pflanzen nach ihrer Blüte zurück und stechen Sie gegebenenfalls Pflanzenteile ab.

Immergrüne Hecken schneiden

Sobald der Neutrieb etwas ausgereift ist, kann mit den Pflege-Schnittmaßnahmen immergrüner Hecken begonnen werden. Hecken aus Buchsbaum, Stechpalme oder Kirschlorbeer können Sie noch vor dem Urlaub in Form schneiden. Wässern Sie bitte ausgiebig die Hecke nach den Schnittmaßnahmen.

Umpflanzen von Zwiebelpflanzen

Pflanzen Sie die frühjahrsblühenden Zwiebeln erst dann um, wenn das Laub schon vergilbt und abgestorben ist. Belässt man beispielsweise Narzissen mehrere Jahre im Boden, sollten Sie Tulpen mindestens alle zwei Jahre herausnehmen und spätestens im Herbst neu einzupflanzen.

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